CIDR-Notation stellt eine IP-Adresse zusammen mit der Anzahl der führenden Bits dar, die den Netzwerk-Anteil definieren, geschrieben als Adresse/Präfixlänge. Die Präfixlänge (0–32 für IPv4, 0–128 für IPv6) teilt Routern und Systemen mit, wie viele Bits das Netzwerk identifizieren; die verbleibenden Bits identifizieren einzelne Hosts.
Vor CIDR waren IP-Adressen in feste Klassen (A, B, C) unterteilt, was zu Adressverschwendung und schlechter Skalierbarkeit führte. CIDR führte variable Präfixlängen ein und ermöglicht es, Netzwerke genau nach Bedarf zu dimensionieren. Eine /24-Präfix reserviert beispielsweise 24 Bits für das Netzwerk und belässt 8 Bits für Hosts – gleichwertig zur Subnetzmaske 255.255.255.0.
Häufige Beispiele:
| Notation | Netzwerk-Bits | Verfügbare Hosts | Subnetzmaske |
|---|---|---|---|
10.0.0.0/8 |
8 | ~16 Millionen | 255.0.0.0 |
192.168.1.0/24 |
24 | 254 | 255.255.255.0 |
172.16.0.0/12 |
12 | ~1 Million | 255.240.0.0 |
2001:db8::/32 |
32 (IPv6) | ~4 Milliarden | (IPv6-Präfix) |
CIDR ermöglicht Routenaggregation, bei der mehrere benachbarte Netzwerke in einem Routing-Tabelleneintrag zusammengefasst werden können – entscheidend für die Verwaltbarkeit der globalen Routing-Tabelle. Sie ermöglicht auch Variable Length Subnet Masking (VLSM), das es ermöglicht, ein Netzwerk in Subnetze unterschiedlicher Größe zu unterteilen.
Private Adressbereiche wie 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12 und 192.168.0.0/16 werden alle in CIDR-Form ausgedrückt.
WarningEin
/24-Block enthält 256 Adressen insgesamt, aber in IPv4 sind nur 254 für Hosts nutzbar (Netzwerk- und Broadcast-Adressen sind reserviert). Point-to-Point-Verbindungen verwenden/31(2 Adressen, beide nutzbar) und einzelne Hosts/32. Präfixgrenzen müssen nicht an Oktetten ausgerichtet sein –/26oder/27sind vollkommen gültig.